Honorar

Versicherungsberatung ist Rechtsberatung. Dabei vereinbaren wir in aller Regel eine Zeitvergütung im Rahmen der gültigen Honorartabelle. Um unsere Beratungen für Sie effizient durchführen zu können haben wir für einzelne Kundengruppen und typische Beratungssituationen spezielle Beratungskonzepte entwickelt. Das voraussichtliche Honorar nennen wir Ihnen gern, sobald wir Ihr Anliegen kennen und den Umfang der Beratung einschätzen können.

Für Unternehmen sind die Honoraraufwendungen Betriebskosten.

Privatverbraucher können die Honorarkosten als Werbungskosten absetzen, wenn es sich um eine Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung oder zur privaten Rentenversicherung ohne Kapitalwahlrecht handelt.

Versicherungsberater dürfen keine Vermittlungsprovisionen oder sonstige Zuwendungen von der Versicherungswirtschaft erhalten und sind somit vollkommen unabhängig und objektiv.

Erläuterungen und Hinweise zur Vermittlungsprovision

Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (1996) zur Versicherungsvermittlung

„Eine objektive und unabhängige Beratung in Versicherungsangelegenheiten ist nicht gewährleistet, wenn der Berater zugleich Versicherungsverträge vermittelt und für diese Vermittlung vom Versicherer eine erfolgsabhängige Vergütung erhält.“

Die Bezahlung eines Beratungshonorars anstelle einer Vermittlungsprovision ist noch wenig verbreitet, bietet für den Kunden aber erhebliche Vorteile. Die meisten Versicherungskunden sind sich nicht darüber im klaren, dass das Provisionssystem der Versicherungswirtschaft zwangsläufig negative Auswirkungen sowohl auf die Qualität der Beratung als auch auf die Qualität des Versicherungsschutzes hat.

Das Qualitätsproblem: Provisionen werden nicht nach der Intensität und Qualität der Beratung bezahlt, sondern bei Abschluss eines Versicherungsvertrages. Schnelle Abschlüsse und geringer Beratungsaufwand erhöhen somit die Wirtschaftlichkeit des Versicherungsvermittlers. Eine sorgfältige Risikoanalyse und der Aufbau eines bedarfsgerechten, produktoptimierten Versicherungskonzeptes stehen damit im Widerspruch. Verschärfend kommt hinzu, dass Versicherer mit schlechten Produkten oft höhere Provisionen bezahlen, weil ihre Produkte sonst nicht vermarktbar wären!

Das Ertragsproblem: Versicherungsvermittler, die sich Zeit nehmen und individuell auf den Kunden eingehen, haben einen höheren Zeitaufwand ohne dadurch mehr zu verdienen. Nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip (bei vorgegebenem Ertrag ist die Leistung mit möglichst geringen Aufwand zu erstellen) verhalten sie sich somit falsch. Bemühen sie sich darüber hinaus auch preislich um möglichst günstige Konditionen, wird die die Provision sogar niedriger. Dies liegt im sinkenden Preis begründet und in der Tatsache, dass günstige Versicherer oft niedrigere Provisionssätze haben.

Dieses System funktioniert nur, weil nur wenige Versicherungskunden über die Provisionshöhen informiert sind. Auf Wunsch können wir Ihnen gerne weiterführende Informationen zukommen lassen.